Als Impedanz bezeichnet man einen Widerstand, der einer Schwingungsausbreitung entgegenwirkt. Die Impedanz ist frequenzabhängig.
Wird zum Beispiel ein elektrischer Leiter von Wechselstrom durchflossen, zeigt er meist ganz andere Eigenschaften als bei Gleichstrom.
So kann ein und derselbe elektrische Leiter bei Gleichstrom einen sehr geringen Widerstand aufweisen, während er für Wechselstrom eine sehr hohe Impedanz, einen sehr hohen Wechselstromwiderstand darstellt.
In der Theorie und in Berechnungen wird die Impedanz als komplexe Komponente aus Blindwiderstand und Wirkwiderstand dargestellt. Der Wirkwiderstand ist der elektrische Gleichstromwiderstand, der Blindwiderstand ist der induktive oder kapazitive stark frequenzabhängige Wechselstromwiderstand.
Der Wirkwiderstand verhält sich also wie ein ganz normaler ohmscher Widerstand, er “verbraucht” Energie, richtiger, wandelt elektrische in thermische Energie um.
Ganz anders verhält sich der Blindwiderstand. Er wandelt zwar auch Energie, indem er ein elektrisches oder magnetisches Feld aufbaut. Im Gegensatz zum Wirkwiderstand gibt er die aufgenommene und im Feld gespeicherte Energie wieder als elektrische Energie frei; die Energie “pendelt” förmlich zwischen der Quelle und dem Blindwiderstand hin und her. Durch diesen Vorgang können Phasenverschiebungen zwischen Eingangs- und Ausgangssignal entstehen.