Benötigte Materialien und Geräte

Für das Galvanisieren brauchen Sie:

  • Sicherheitsbrille
  • Gummihandschuhe
  • Galvanisiergefäß
  • Den passenden Elektrolyten
  • Silberleitlack
  • Ferrographitlack
  • evtl. Tauchlack (farbig)
  • evtl. Metallblech(e)
  • Gleichstromquelle
  • Verbindungsdraht   (ca. 0,8qmm) versehen mit…
  • Anschlußklemmen   (Krokokodilklemmen)
  • einige Widerstände hoher Belastbarkeit  ( etwa 10 Watt)

Der Elektrolyt

Vereinfacht dargestellt, werden beim Galvanisieren Metall-Ionen im
Elektrolyt in Lösung gehalten, die über den elektrischen
Potentialausgleich zwischen Anode (Metallblech) und Kathode (Werkstück)
auf dem Werkstück abgelagert werden. Die bei der Ablagerung auf dem
Werkstück der Lösung entzogenen Metall-Ionen werden aus dem
Anoden-Blech herausgelöst, weshalb die Metall-Ionen-Konzentration im
Elektrolyt gleich bleibt; der Elektrolyt verbraucht sich nicht. Dafür
muss das Anodenblech irgenwann ausgewechselt werden.

Der Kupfer-Elektrolyt besteht aus einer wäßrigen Lösung aus
Kupfersulfat und verdünnter Schwefelsäure. Das Kupfersulfat oder auch
Kupfervitriol verliert in Lösung seine kristalline Struktur. Die in dem
Salz enthaltenen Kupferatome werden in dieser Lösung zu frei
beweglichen, positiv geladenen Kupfer-Ionen. Da ungleichnamige
elektrische Ladungen sich gegenseitig anziehen, wandern die positiven
Kupfer-Ionen bei Anlegen einer Spannung zum negativen Pol
(Kathode=Werkstück) und lagern sich dort an. Den Elektrolyten gibt es
auch fertig angesetzt. Sollten Sie vorhaben, die Lösung selbst herzustellen
beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise.

Ausnahme: Gold- und Silber-Elektrolyte
Beim Vergolden und Versilbern funktioniert das etwas anders, weshalb
hier spezielle Elektrolyte erforderlich wären, die bereits gelöste
Metall-Ionen enthalten. Diese Elektrolyte werden beim
Galvanisierungsvorgang verbraucht.

Galvanisiergefäß
Ein längliches Gefäß aus einem säurefesten Material wie Glas oder Plastik
ist gut geeignet. Die längliche
Form ist wichtig, weil eine möglichst gleichmässige Beschichtung
erreicht werden soll. Dafür ist es wichtig, dass alle Punkte auf der
Oberfläche des Werkstücks möglichst die gleiche Entfernung vom
Anodenblech haben. Ist das Werkstück klein gegenüber dem
Galvanisiergefäß und dem Abstand von der Anode, ist diese Bedingung erfüllt. Anderenfalls sollte man
zwei parallelgeschaltete Elektroden verwenden. Einen gleichmässigen Abstand erreicht man auch, wenn man das Anodenblech ringförmig gebogen  um das Werkstück anordnet.