Für die Verleimung von Holz sollte nur Holzleim verwendet werden. Den gibt es in verschiedenen Zusammensetzungen mit dementsprechend unterschiedlichen Eigenschaften. Der im Hobbybereich sehr oft verwendete Weißleim ist ein schnellbindender Dispersionsleim, der auch als Kaltleim bezeichnet wird. Im Gegensatz zu anderen ist dieser frei von Formaldehyd.
Die zu verleimenden Stellen müssen sauber, trocken und fettrei sein und sollten vor dem Leimauftrag mit Schmirgelpapier leicht angerauht werden. Der Leimauftrag erfolgt ein- oder beidseitig, je nach Saugfähigkeit der zu verleimenden Holzteile.
Verleimte Holzteile werden bis zum durchtrocknen mit Klemm- oder Schraubzwingen zusammengepresst. Um Druckstellen im Werkstück zu vermeiden und den Anpressdruck zu verteilen, einfach ein Stück Abfallholz passender Länge zwischen Werkstück und Zwinge legen. Den beim Pressen hervorquillenden Holzleim abwischen.
Beim Pressen aufpassen, dass zusammengefügte Holzteile durch zu hohen Anpressdruck nicht verformt oder verschoben werden.
Ist aus Konstruktionsgründen eine längere Zeit für das Aushärten des Holzleims erwünscht, kann man Kaltleim auch mit etwas Wasser verdünnen.