“Kaltlöten”. Schon mal davon gehört? Bestimmt.
Schon mal gemacht? Wohl eher nicht!
Kurz vor Weihnachten war ich zu Besuch bei einem Bekannten, der mir bei dieser Gelegenheit einen Fernsteuersender zeigte; günstig auf dem Flohmarkt erstanden aber mit abgebrochener Antenne – direkt über dem Antennensockel.
Nach der vergeblichen Suche von Verschraubungen war klar, das Kunststoffgehäuse des Senders ist nur mit großer Mühe zu öffnen.
“Kann man das nicht kaltlöten?
“Antennen brauchen eine gute Leitfähigkeit der Oberflächen. Ich würde das nicht kleben”, antwortete ich.
“Nein, nein, ich meinte nicht kleben, ich meinte löten – kaltlöten, eben”
Ich musste schmunzeln und antwortete: “Nein -, ich meine – ja, löten kann man das. Man kann Alu-Weichlot nehmen; man muss nur sehr vorsichtig sein, damit das Gehäuse dabei nicht beschädigt wird. Aber “Kaltlöten” – das gibt es nicht, das ist…”
“Hab’ ich doch selbst schon im Internet gelesen – Kaltlöten, sicher. Sagst du nicht, du kritzelst selbst zu Heimwerkerthemen im Internet rum. Du musst das doch wissen”, fiel mir mein Bekannter jetzt grinsend in’s Wort.
Die Klärung des Sachverhalts hat dann doch noch ‘ne ganze Weile in Anspruch genommen, was mich auf die Idee brachte, das Thema an dieser Stelle mal etwas zu vertiefen.
Lesen Sie hier die kurze, geradezu erlösend einfache, endgültige und durch nichts zu widerlegende Wahrheit über das “Kaltlöten”. Ich werde nie wieder kaltlöten!