Werkzeuge für die Metallverarbeitung

Für die Metallverarbeitung im Hobbybereich sind verschiedene Werkzeuge nützlich bis unerlässlich.
In jedem Baumarkt können Sie heute für relativ wenig Geld Arbeitsgeräte relativ geringer Qualität kaufen. Auch ich habe mir solche Werkzeuge angeschafft. Wie soll ich es formulieren? Müsste ich heute meine Werkstatt mit gutem, brauchbaren Werkzeug ausstatten, würde ich im Baumarkt den Kassenbereich mit den vielen günstigen Angeboten meiden. Das soll nicht heißen, dass hier grundsätzlich nur schlechte Qualität angeboten wird.

Sie sollten aber bei der Grundausstattung der Werkstatt auf Nummer Sicher gehen und hier – zumindest bei der Anschaffung der wichtigsten Arbeitsgeräte – auf gute Qualität achten.

Beschränken Sie sich auf die nötigsten Anschaffungen – aber achten sie auf die Details!

Werkbank

Die wichtigste Arbeitshilfe in der Metallwerkstatt ist ein guter Schraubstock auf einem soliden, sehr stabilen Arbeitstisch. Bei Metallarbeiten müssen schon mal ‘rohe Kräfte (hoffentlich nicht sinnlos) walten’, deshalb ist eine massive Werkbank mit stabilem Unterbau einem ausgedienten Tisch vorzuziehen.

Bei Eigenkonstruktionen sollte man auf eine stabile Arbeitsplatte achten, da so Schwingungsübertragungen beim Bearbeiten des Werkstücks verhindert werden. 5 – 6 cm starke Bohlen aus Hartholz wären hier genau richtig.

Schraubstock

Für die Hobbywerkstatt ist der Parallelschraubstock bestens geeignet. Er heißt so, weil seine Backen in jeder Stellung parallel zueinander stehen. Es gibt ihn in verschiedenen Größen. Aber viel wichtiger: widerstehen Sie hier der Versuchung, Geld – vielleicht am falschen Ende – zu sparen, kaufen Sie einen aus geschmiedetem Stahl statt aus Stahlguß. Je nach Beanspruchung macht sich dieser Tipp in ein bis zwei Jahren bezahlt.

Richtige Arbeitshöhe beachten
Der Schraubstock muss fest angebracht werden – und zwar in der richtigen Höhe: Stellen sie sich vor die Werkbank und stützen die Faust unter das Kinn. Genau in der Höhe, wo ihr Ellenbogen aufhört, sollte sich die Oberkante des Schraubstocks befinden. Achten Sie beim Arbeiten auf die Einhaltung dieser Arbeitshöhe. Rücken und Werkstück werden es Ihnen danken.
Ach ja, noch etwas: Quälen Sie das Werkstück nicht durch übertrieben hohe Kraftanwendung beim Einspannen. Der Schraubstock hält das Werkstück, mit normaler Handkraft eingespannt, sicher zwischen den Backen. Vorausgesetzt, Sie achten darauf, das Werkstück nicht einseitig, sondern nur in der Backenmitte einzuspannen.

Weitere oft benötigte Hilfsmittel und Werkzeuge für die Hobbywerkstatt:

Ein Tischamboß und eine ebene massive Stahlplatte zum Richten von Werkstücken.
Eine weiche Unterlage zum Lochen und Treiben von Blechen. Hierfür eignet sich die Stirnseite eines Hartholzklotzes.

Auf die weiteren benötigten Werkzeuge werde ich in den anderen Kapiteln näher eingehen: den für die Arbeiten passenden Hammer, Meißel, Feilen, Körner, Anreißwerkzeuge und Messwerkzeuge.