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Wer einmal einen Einblick in die Welt der Mikromodelle bekommt, erkennt sehr schnell worum es beim Mikromodellbau geht.

Die vermeintlichen Spielzeuge entpuppen sich als High-Tech-Maschinen, die sich, was konstruktionstechnische Raffinesse angeht, nicht hinter den Originalen zu verstecken brauchen.

Mikromodelle, dass sind Fahrzeuge im winzigen Maßstab von 1:87 oder kleiner. Ausgestattet mit Funk- oder Infrarot-Empfänger, Servos, Akkus, Getriebe, Antrieb und allerlei Extras. Mit Ideenreichtum und Geschick untergebracht in nur wenigen Kubikzentimetern.

Ich kann mir vorstellen, dass der Bau manch winziger, voll funktionsfähiger Autos, Schiffe oder Flugzeuge dabei schon mal bis an die Grenzen des Machbaren geht. Dabei sind Gewichteinsparung und Platzreduzierung nicht die einzigen Herausforderungen für Mikromodellbauer.

Denn die Konstruktion funktionsfähiger Modelle im Mikromaßstab scheint oft ganz eigenen Gesetzen zu folgen.

Zwar gelten auch im Mikrokosmos der Miniaturmodelle die physikalischen Gesetze. Trotzdem – oder gerade deshalb –  lassen sich für den Betrieb wichtige Konstruktionsberechnungen der großen Vorbilder nicht immer im Verhältnis eins zu eins auf den Miniaturmaßstab übertragen.

So ist unter anderem die, im Vergleich zum Volumen, geringe Masse von Mini-Miniatur-Schiffsmodellen ein Kriterium, das „realistisches“ Verhalten der Modelle im Wasser nachteilig beeinflusst.

Ähnlich ist es mit dem dynamischen Auftrieb bei der Konstruktion von Mikro-Flugmodellen. Im Mikrominiaturmaßstab genügt es zum Beispiel nicht, die Abmessungen der Tragflächen des Originals im Verhältnis von eins zu eins auf das Modell zu übertragen, weil diese schlicht nicht den erforderlichen Auftrieb erzeugen könnten.

Solche und ähnliche Schwierigkeiten halten Mikromodellbauer natürlich nicht davon ab, ihre Modelle mit geradezu faszinierend realistischen Eigenschaften auszustatten.

Ganz im Gegenteil. Ein tauchfähiges Mikro-Uboot im Überraschungsei etwa oder ein funkferngesteuerter, vollgefederter Mikro-Truck mit Allradantrieb und beleuchteter Anhängerkupplung mit Funkauslösung ist für mich zwar eine kleine Sensation. Für eingefleischte Mikromodellbauer jedoch sind solche oder ähnliche winzigen Wunderwerke erklärtes Ziel ihres faszinierenden Hobbys. Probleme, wie die eben beschriebenen, sind da eher Ansporn als Hindernis.

Wer dieses Hobby mit Hingabe betreiben möchte, braucht sicherlich eine ruhige Hand und gute Augen oder zumindest eine gute Lupe. Vielleicht sogar eine Stereolupe :)

Aber ganz im Ernst: Für Einsteiger in die faszinierende Welt der Mikromodelle liegen die Hürden natürlich hoch. Der Handel bietet vorgefertigte Modelle für Einsteiger, was ich sehr gut finde, weil der Selbstbau solcher Modellbausätze Anfängern den Einstieg in die Materie erleichtert.

Wer sich damit nicht mehr zufrieden geben mag und eigene Modelle konstruieren möchte, findet im Internet sehr viele Informationen und auch Gleichgesinnte zum Erfahrungsaustausch. Solche Informationsquellen sind für Einsteiger wichtig, denn wer nicht gerade mit Kenntnissen in Feinmechanik und Mikroelektronik erheblich vorbelastet ist, steht bei dieser High-Tech-Bastelei schnell mal auf dem Schlauch.

Zwar gibt es, wie gesagt recht viele Seiten zum Thema, die allerdings nicht immer aktuell gepflegt werden. Deshalb hier zum Schluss zwei Webseiten, die ich aufgrund des Umfangs oder der Aktualität für Interessierte empfehlen möchte:

Eine gute Empfehlung für Einsteiger ist das Forum  78514.homepagemodules.de von Sven Löffler. Ich bin zwar (noch?) kein Mikromodellbauer aber bei den Recherchen zu diesem Artikel bin ich auf sein Forum gestoßen und war wirklich begeistert von der Fülle an Informationen, die ich dort vorgefunden habe. Gerade Anfänger finden dort viele interessante Beiträge und Mitglieder, die bereit sind im freundlichen Ton auf Fragen zu Grundlagenthemen einzugehen.

Nicht ganz so aktuell, aber ebenfalls reich an interessanten Themen sind die Seiten der Interessengemeinschaft Mikromodell  IG Mikromodell .

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