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Richtig Löten will gelernt sein. Mit etwas Übung und dem richtigen Werkzeug bekommt man das aber sehr schnell hin. Worauf man beim Umgang mit Lötkolben und Lötzinn achten sollte, erfahren Sie in dieser kurzen Zusammenfassung.

Beim Löten muss das Zinn mit der Kolbenspitze über die Naht gezogen werden. Dazu muss der Kolben genügend Lötzinn aufnehmen können. Das Zinn haftet aber nur an der Kolbenspitze, wenn diese vorher verzinnt wird.

Hierzu erwärmt man zunächst den Kolben ausreichend. Geschieht dies mit einer offenen Flamme, immer von der stumpfen Seite her erwärmen und die Spitze schonen.

Ist der Kolben ausreichend erwärmt, wird die Lötspitze oder -kante mit einer mittelfeinen Feile blank gefeilt. Danach den erwärmten Kolben mit einem Tropfen Lötzinn auf einem Salmiakstein hin- und herreiben. Bei einem Elektroniklötkolben reicht es, die erwärmte Lötspitze mit einem leicht angefeuchteten dicken Lappen zu säubern und sofort anschließend mit Lötzinn zu verzinnen.

Beim Löten werden Sie sehr schnell feststellen, dass sich der Aufwand des sorgfältigen Verzinnens der Lötspitze lohnt. Nur mit einem gut verzinnten Lötkolben läßt sich sauber und einwandfrei arbeiten.

Wenn man einige Dinge von vornherein beachtet ist das Löten eigentlich sehr einfach und erfordert allenfalls ein wenig Übung:

• Der Lötkolben sollte die richtige Temperatur haben – nicht zu heiß, damit das Lot nicht verbrennt, aber heiß genug, um das Metall im Bereich der Naht gut erhitzen zu können, damit das Lot satt in die Fugen der Lötstelle fließt.

• Die zu lötenden Teile einspannen oder fest aneinander drücken. Oft reicht es auch, die Teile mit ein oder zwei Lötpunkten aneinander zu heften und anschließend die ganze Naht zu löten.

• Durch Veränderung der Kolbenstellung beim Löten erreicht man unterschiedlich breite Lötbahnen.

• Zur Festigkeit der Lötverbindung trägt nur das in der Naht sitzende Lot bei. Außen anhaftendes Lot wird deshalb mit der Raspel oder dem Dreikantschaber entfernt.

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