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Metalle haben sehr unterschiedliche Eigenschaften und lassen sich nicht alle gleich gut löten. Welche Werkzeuge und Materialien werden zum Löten der verschiedenen Metallen also benötigt und welche Vorarbeiten sind erforderlich?

Lötkolben

Der Lötkolben besteht aus einem Holzgriff mit Stil und einem Kopf aus Kupfer. Dieses Metall leitet die Wärme gut ab. Erhitzt wird der Lötkolben mit der Lötlampe. Gaskolben werden durch einen anmontierten Gasbrenner mit Flüssiggas erhitzt. Am gebräuchlichsten für die meisten Einsatzzwecke sind mittlerweile aber wohl elektrische Lötkolben. Ab etwa 100 Watt Leistung sind sie für auch für größere Lötarbeiten zu gebrauchen. Wollen Sie häufig Kupferlötungen vornehmen, schaffen Sie sich lieber gleich einen größeren Lötkolben an. Kupfer leitet die Wärme schnell ab. Mit einem zu klein dimensionierten Lötgerät wird das nix.

Lötzinn

Zum Löten wird eine Legierung aus Blei und Zinn verwendet. Der Zinngehalt bestimmt den Schmelzpunkt. Bei genormten Zinn-Loten wird der Zinnanteil in Prozent angegeben.

Fluß- oder Lötmittel

Metall hat die Eigenschaft, sich mit dem Luftsauerstoff zu verbinden. Ganz besonders, wenn das Metall erwärmt wird.

Zur Vorbereitung des Lötvorgangs wird die Lötstelle im Allgemeinen durch Feilen, durch Schleifen mit Schmirgelpapier, oder Bürsten mit der Drahtbürste metallisch rein gesäubert. Um ein zu schnelles Oxidieren zu verhindern, trägt man ein Flußmittel auf die Lötstelle auf.

Flußmittel gibt es für verschiedene Metallsorten und Verwendungszwecke:

Für Blei, Zinn und Kupfer kann man Kolophonium als Lötmittel verwenden. Im Handel gibt es Lötzinnstangen und -drähte mit Kolophoniumfüllung, die beim Löten austritt. Elektroniklot enthält auch Kolophonium.

Für empfindliche Bauteile ist auch säurefreies Lötfett erhältlich.

Übrigens: wenn Sie nicht gerade Zink, verzinkte Bleche oder Aluminium löten wollen, eignet sich auch zu gleichen Teilen verdünnte Salzsäure mit reichlich aufgelösten Zinkspänen hervorragend als Flußmittel. Allerdings sollte man beim Auflösen der Zinkspäne oder -stückchen sehr vorsichtig sein. Hierbei braust die Säure auf, weshalb ein ausreichend großes Gefäß benötigt wird. Außerdem darf dies wegen des entstehenden Wasserstoffs nur im Freien geschehen.

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