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Mit dieser kleinen Bauanleitung möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie auf recht einfache Weise und mit einfachen Mitteln ein Puppenbett aus Holz selber bauen können.

Holzspielzeug ist nach wie vor sehr beliebt, bei Kindern, Eltern und Pädagogen. Denn aufgrund seiner besonderen Materialeigenschaften ist Spielzeug aus Holz für Kinderhände wie geschaffen. Eine besonders wichtige Voraussetzung hierfür ist allerdings ein sorgfältige Verarbeitung.

Aus diesem Grund bekommt man wirklich gutes Holzspielzeug natürlich nicht gerade zum Schnäppchenpreis. Wegen der vielen Vorteile, unter anderem auch die enorme Langlebigkeit, lohnt sich die Anschaffung aber auf jeden Fall. Und mit dem Selbstbau lässt sich allemal Geld sparen.

Vorteile von Holz sinnvoll nutzen

Warum denn eigentlich ein Puppenbett aus Holz selber basteln, wo es doch so schöne bunte Puppenbetten aus Plastik gibt?

Weil’s Spaß macht! Holz ist einfach zu bearbeiten – ideal für Heimwerker. Holz ist „warm“. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Holz spricht die Sinne an. Holz ist individuell. Holz… Ich komme dann jetzt mal zur Sache.

Stabil und langlebig – einfache Konstruktion

Für ein stabiles Puppenbett aus Holz sollten Sie auf  Pressholz oder Spanplatte verzichten. Verwenden Sie statt dessen für die Holzleisten mit einem Querschnitt von etwa 30 x 40 mm und Bretter oder Leimholzplatten mit 20mm Stärke.

Puppenbett mit Kopf-, Fuß- und Seitenteilen aus Leimholz

Fichten- Lärchen- oder Kiefernholz ist sehr gut geeignet und lässt sich gut verarbeiten.

Bretter, Leimholzplatten und Leisten können Sie beim Händler sogar oft auf das passende Maß zuschneiden lassen.

Genaue Materialangaben finden Sie bei den Bauvorschlägen.

Spezielle Holzverbindungen werden nicht benötigt. Für die Verbindung der einzelnen Teile reichen geleimte, stumpfe Verbindungen, mit Holzdübeln verstärkt, völlig aus.

Wichtig: Beim Verleimen kommt es darauf an, die Teile so lange zusammen zu pressen, bis der Holzleim durchgetrocknet ist.

Das geht sehr gut mit großen Klemm- oder Schraubzwingen. Sind die nicht vorhanden, kann man das auch mit Spanngurten hinbekommen.

Dabei muss man nur darauf  achten, dass das Bett nicht schief wird, sondern die aufeinander treffenden Teile des Betts auch nach dem Spannen des Gurts rechtwinklig zueinander stehen. Puppenbett aus Holzleisten

Deshalb ist es auch wichtig, die Schnitte rechtwinklig und sauber auszuführen, damit die Verbindungsstellen guten Kontakt miteinander haben.

Die Oberflächen der Holzteile können Sie vor oder auch nach dem Zusammenbau mit Schmirgelpapier glatt schmirgeln.

Grobe Bearbeitungsspuren und Unebenheiten dabei zunächst mit der groben Körnung beseitigen. Anschließend in mehreren Arbeitsgängen mit jeweils feinerer Körnung die Oberfläche glätten.

Bauanleitung

Einige Anregungen für Puppenbetten habe ich Ihnen hier skizziert. Ändern und kombinieren Sie diese Vorschläge nach Ihren Vorstellungen.

Der Aufbau ist immer gleich:

Die Seitenteile werden auf einer Seite jeweils mit drei Löchern für Dübel versehen. Diese Dübel dienen als Auflage für die Liegefläche des Betts.

Ebenso bekommen die Stirnenden der Seitenteile jeweils zwei Dübellöcher.

Die Verbindung der einzelnen Teile mit Holzdübeln

Dazu markieren Sie wie im Bauplan gezeigt, die Mitte der Leiste und den Abstand der Löcher mit Strichen. Das geht am einfachsten mit einem Streichmaß. Ein Lineal, Geodreieck etc. tut es aber auch.

Bringen Sie die Löcher lieber dichter beieinander, als zu dicht an den Rändern der Leiste an, da die Dübel sonst bei Belastung leichter herausbrechen können.

Übertragen Sie die Abstände der Löcher in den Seitenteilen auf die Kopfteile.

Nun die Dübel für die Auflagefläche einsetzen. Dann eine Stirnfläche der Seitenteile dünn mit Holzleim bestreichen. In die Dübellöcher ebenfalls ein wenig! Holzleim geben.

Legen Sie ein Kopfteil mit den Dübellöchern nach oben flach auf eine stabile Unterlage.

Etagenbett für Puppen

Setzten Sie die Seitenteile ein. Achten Sie darauf, dass die Dübel für die Auflage nach innen weisen.

Geben Sie nun auf die andere Stirnseite der Seitenteile etwas Holzleim und setzen dann das andere Kopfteil auf.

Nun das Bett aufrecht hinstellen und die Auflagefläche einlegen. Pressen Sie nun die Teile an den Leimstellen mit Klemm- oder Schraubzwingen fest aufeinander.

Wie gesagt, können Sie hierfür auch zwei Spanngurte verwenden. In beiden Fällen sollten Sie aber kleine Brettchen oder Leisten unterlegen um Druckstellen zu vermeiden.

Benötigtes Werkzeug:

  • Eine Holzsäge mit feiner Zahnung ist für die meisten Bastelarbeiten sehr gut geeignet.
  • Das Spannen beim Verleimen klappt gut mit hölzernen Klemmzwingen Original Klemmsia-Zwinge für Profis 300mm Spannweite, 110mm Ausladung
  • Evtl. benötigen Sie eine Stichsäge für Rundungen und
  • eine Bohrmaschine mit 6mm Bohrer,
  • Schleifpapier Körnung 80,  Körnung 120, 180
  • oder alternativ ein Bandschleifer mit Schleifband (Körnung > 120) (siehe Text)

Material :

  • Fichten-, Lärchen- oder Kiefernholz: (Die benötigte Länge entnehmen Sie bitte dem Bauplan)
  • Leisten ca. 30x40mm
  • Bretter/Leimholz 100 x 20 mm
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